Die vierte und letzte Sitzung der Herbst/Winter-Reihe des Virtual Routes-Kolloquiums veranstaltet Natalia Krapiva von Access Now. Natalia wird ihre Forschung zum Thema “Dangerous by Design: Was macht kommerzielle Spionageprogramme so anfällig für Missbrauch”. Fionnuala Ni Aolain (Universität von Minnesota) wird die Diskussion leiten.
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Zusammenfassung:
In den letzten Jahren ist das Bewusstsein für die Bedrohung der Menschenrechte, der Demokratie und der nationalen Sicherheit durch die Verbreitung kommerzieller Spähsoftware gewachsen, was hitzige Debatten darüber ausgelöst hat, welche Maßnahmen erforderlich sind, um diesen Bedrohungen zu begegnen. Während Regierungen wie die EU und die USA damit begonnen haben, kommerzielle Spionageprogramme durch Sanktionen, Exportkontrollen und andere Maßnahmen zu regulieren, fordern einige zivilgesellschaftliche Gruppen weitere Einschränkungen, einschließlich eines Verbots von Spionageprogrammen, da diese grundsätzlich nicht mit den Menschenrechten vereinbar sind. Der Beitrag wird die Entwicklung und den Einsatz von Spyware-Technologien untersuchen, um ihre einzigartigsten und gefährlichsten Aspekte hervorzuheben, die eine strenge Kontrolle und Regulierung, wenn nicht gar ein vollständiges Verbot erfordern. Der Beitrag stützt sich auf außergerichtliche Zeugenaussagen, gerichtliche Aussagen und andere juristische Dokumente aus dem Fall WhatsApp gegen NSO, die öffentliche Berichterstattung der Medien und der Zivilgesellschaft, den Bericht des italienischen parlamentarischen Sicherheitsausschusses (COPASIR) über die Untersuchung des italienischen Einsatzes der Spionagesoftware von Paragon sowie Interviews mit Forschern und Technologen.
Die in dieser Sitzung geäußerten Ansichten sind die der Autoren und spiegeln nicht die offizielle Politik oder Position von Access Now wider.