In der dritten Sitzung der Virtual Routes-Kolloquiumsserie Winter/Frühjahr ist Sina Ritt von der Universität Zürich zu Gast. Richard McNeil-Willson von der Universität Edinburgh wird als Diskutant fungieren.
In dieser Sitzung wird der Dialog zwischen Populärkultur und Nachrichtenmedien im Kontext von Konflikten untersucht. Anhand eines qualitativ vergleichenden Ansatzes wird die Darstellung der israelischen Besatzung Palästinas in der Fernsehsendung Fauda bzw. in den sozialen Medien der New York Times analysiert. Trotz ihrer unterschiedlichen Formate und Zielsetzungen zielen sowohl Fauda als auch die Instagram-Präsenz der New York Times auf ein politisch progressives, weltoffenes Publikum im Zwischenbereich von Informations- und Unterhaltungsmedien. Dieses Kapitel konzentriert sich auf Darstellungen von Gewalt, Frauen, Religion und Solidarität und hebt die Ähnlichkeiten in den Erzählungen von Legitimierung, Humanisierung und Dehumanisierung über Medienformate und Zeit hinweg hervor. Es wird argumentiert, dass die Wiederholung und Ähnlichkeit der Narrative in den Medien für die Konstruktion der Legitimität der israelischen Besatzung Palästinas entscheidend ist. Beide Fälle veranschaulichen die Rolle der Populärkultur, der Kunst und der Medien zwischen Information und Unterhaltung bei der Konstruktion und Verbreitung von Narrativen und Imag(inari)en im Dialog.
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